Vergebührung des Mietvertrages ( § 33 TP 5 GebG):

1% des auf die Vertragsdauer entfallenden Bruttomietzins (inkl. USt.), höchstens das 18-fache des Jahreswertes, bei unbestimmter Vertragsdauer1% des dreifachen Jahreswertes.

Seit 01.07.1999 ist der Bestandgeber (bzw. dessen Vertretung durch Makler, Hausverwalter, Rechtsanwalt oder Notar) verpflichtet, die Gebühr selbst zu berechnen und abzuführen. Bei befristeten Bestandverträgen über Gebäude oder Gebäudeteile, die überwiegend Wohnzwecken dienen, sind die Gebühren ab diesem Zeitpunkt mit dem dreifachen des Jahreswertes begrenzt.

Vertragserrichtungskosten nach Vereinbarung im Rahmen der Tarifordnung des jeweiligen Urkundenerrichters.

Vermittlungsprovision:

Für die Berechnung der anfallenden Provision wird der Bruttomietzins herangezogen – bestehend aus:

  • Haupt- oder Untermietzins
  • Anteilige Betriebskosten und laufende öffentliche Abgaben
  • Anteil für allfällige besondere Aufwendungen (z.B. Lift)
  • Allfälliges Entgelt für mitvermietete Einrichtungs- und Ausstattungsgegenstände oder sonstige zusätzliche Leistungen des Vermieters
  • Eventuell Heizkosten (bei frei vereinbartem Mietzins)

Für die Berechnung der Provisionsgrundlage ist die Umsatzsteuer nicht in den Bruttomietzins einzurechnen. Die Heizkosten sind ebenso nicht miteinzurechnen, wenn es sich um die Vermittlung von Mietverhältnissen an einer Wohnung handelt, bei der nach den mietrechtlichen Vorschriften die Höhe des Mietzinses nicht frei vereinbart werden darf (angemessener Mietzins, Richtwertmietzins).

Eine Provision für besondere Abgeltungen in der Höhe von bis zu 5% kann zusätzlich mit dem Vormieter vereinbart werden.

Vermittlung von Mietverträgen (Haupt- und Untermiete) über Wohnungen und Einfamilienhäuser: (Höchstprovision zuzüglich 20% USt.)

  • Unbefristet od. Befristung länger als 3 Jahre:
    • Vermieter: 3 BMM
    • Mieter: 2 BMM
  • Befristung bis zu drei Jahren:
    • Vermieter: 3 BMM
    • Mieter: 1 BMM

Vermittlung von Wohnungen durch einen mit der Verwaltung des Objektes betrauten Hausverwalter: (nicht anzuwenden, wenn an der vermittelten Wohnung Wohnungseigentum besteht und der Auftraggeber nicht Mehrheitseigentümer ist) (Höchstprovision zuzüglich 20% USt.)

  • Unbefristet od. Befristung länger als 3 Jahre:
    • Vermieter: 2 BMM
    • Mieter: 1 BMM
  • Befristung bis zu 3 Jahren:
    • Vermieter: 2 BMM
    • Mieter: 1/2 BMM
  • Befristung kürzer als 2 Jahre:
    • Vermieter: 1 BMM
    • Mieter: 1/2 BMM

 

Vermittlung von Geschäftsräumen aller Art (Haupt-und Untermiete): (Höchstprovision zuzüglich 20% USt.)

  • Unbefristet od. Befristung länger als 3 Jahre:
    • Vermieter: 3 BMM
    • Mieter: 3 BMM
  • Befristung bis zu 3 Jahren:
    • Vermieter: 3 BMM
    • Mieter: 2 BMM
  • Befristung kürzer als 2 Jahre:
    • Vermieter: 3 BMM
    • Mieter: 1 BMM

Die Überwälzung der Vermieterprovision (max. 3 BMM) auf den Geschäftsraummieter kann vereinbart werden (§ 12 IMVO).

Grundlagen der Maklerprovision:

§ 6 Absatz 1, 3 und 4; § 7 Absatz 1; § 10 und § 15 Maklergesetz

§ 6 (1): Der Auftraggeber ist zur Zahlung einer Provision für den Fall verpflichtet, dass das zu vermittelnde Geschäft durch die vertragsgemäße verdienstliche Tätigkeit des Maklers mit einem Dritten zustande kommt.

§ 6 (3): Der Makler hat auch dann Anspruch auf Provision, wenn aufgrund seiner Tätigkeit zwar nicht das vertragsgemäß zu vermittelnde Geschäft, wohl aber ein nach seinem Zweck wirtschaftlich gleichwertiges Geschäft zustande kommt.

§ 6 (4): Dem Makler steht keine Provision zu, wenn er selbst Vertragspartner des Geschäfts wird. Dies gilt auch, wenn das mit dem Dritten geschlossene Geschäft wirtschaftlich einem Abschluss durch den Makler selbst gleichkommt. Bei einem sonstigen familiären oder wirtschaftlichen Näheverhältnis zwischen dem Makler und dem vermittelten Dritten, das die Wahrung der Interessen des Auftraggebers beeinträchtigen könnte, hat der Makler nur dann einen Anspruch auf Provision, wenn er den Auftraggeber unverzüglich über dieses Verhältnis hinweist.

§ 7 (1): Der Anspruch auf Provision entsteht mit der Rechtswirksamkeit des vermittelten Geschäfts. Der Makler hat keinen Anspruch auf einen Vorschluss.

§ 10: Der Provisionsanspruch und der Anspruch auf den Ersatz zusätzlicher Aufwendungen werden mit ihrer Entstehung fällig.

 

 

 

 

Besondere Provisionsvereinbarungen:

15 (1): Eine Vereinbarung, wonach der Auftraggeber, etwa als Entschädigung oder Ersatz für Aufwendungen und Mühewaltung, auch ohne einen dem Makler zurechenbaren Vermittlungserfolg einen Betrag zu leisten hat, ist nur bis zur Höhe der vereinbarten oder ortsüblichen Provision und nur für den Fall zulässig, dass …

  • das im Maklervertrag bezeichnete Geschäft wider Treu und Glauben nur deshalb nicht zustande kommt, weil der Auftraggeber entgegen dem bisherigen Verhandlungsverlauf einen für das Zustandekommen des Geschäfts erforderlichen Rechtsakt ohne beachtenswerten Grund unterlässt
  • mit dem vom Makler vermittelten Dritten ein anderes als ein zweckgleichwertiges Geschäft zustande kommt, sofern die Vermittlung des Geschäfts in den Tätigkeitsbereich des Maklers fällt
  • das im Maklervertrag bezeichnete Geschäft nicht mit dem Auftraggeber, sondern mit einer anderen Person zustande kommt, weil der Auftraggeber dieser die ihm vom Makler bekanntgegebene Möglichkeit zum Abschluss mitgeteilt hat, oder das Geschäft nicht mit dem vermittelten Dritten, sondern mit einer anderen Person zustande kommt, weil der vermittelte Dritte dieser die Geschäftsgelegenheit bekanntgegeben hat
  • das Geschäft nicht mit dem vermittelten Dritten zustande kommt, weil ein gesetzliches oder ein vertragliches Vorkaufs-, Wiederkaufs- oder Eintrittsrecht ausgeübt wird.

15 (2): Eine solche Leistung kann bei einem Alleinvermittlungsauftrag weiters für den Fall vereinbart werden, dass …

  • der Alleinvermittlungsauftrag vom Auftraggeber vertragswidrig (ohne wichtigen Grund) vorzeitig aufgelöst wird
  • das Geschäft während der Dauer des Alleinvermittlungsauftrages vertragswidrig durch die Vermittlung eines anderen vom Auftraggeber beauftragten Maklers zustandegekommen ist
  • das Geschäft während der Dauer des Alleinvermittlungsauftrages auf andere Art als durch die Vermittlung eines anderen vom Auftraggeber beauftragten Maklers zustande gekommen ist.

15 (3): Leistungen nach Absatz 1 und Absatz 2 gelten als Vergütungsbeträge im Sinne des § 1336 ABGB.

Eine Vereinbarung nach § 15 MaklerG ist bei Maklerverträgen mit Verbrauchern schriftlich zu treffen.